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Aviva-Forum » Israel und der Nahe Osten » Olmert geht auf Palästinenser zu
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Olmert geht auf Palästinenser zu
BeitragVerfasst am: 27.11.2006, 23:20 Antworten mit Zitat
Ruediger
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Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat den Palästinensern für wahren Frieden einen unabhängigen Staat in Aussicht gestellt. Er bot außerdem an, eine Großzahl von Häftlingen freizulassen - im Austausch gegen einen israelischen Soldaten.

Jerusalem - Israel sei zu diesem Schritt bereit, wenn palästinensische Extremisten ihre israelische Geisel, den Soldaten Gilad Schalit, freiließen, sagte Olmert am Grab des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion in der Negev-Wüste. "Mit Schalits Freilassung und seiner sicheren Heimkehr ist die israelische Regierung bereit, viele palästinensische Häftlinge freizulassen, auch solche, die zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden", so der israelische Ministerpräsident.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,450881,00.html
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BeitragVerfasst am: 30.11.2006, 13:24 Antworten mit Zitat
Arie-Ben-Kanaan
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Frieden und einen eigenen Staat gibt es für die Palästinenser erst wenn die HamasSA/SS verschwindet.
Wenn die Fatah wieder an der Macht ist , dann kann es Frieden geben.

Aber mit Hamas-SA/SS Frieden schließen ist so als wenn die Allierten nach Hitlers feigem Selbstmord mit Göring Frieden geschlossen hätten. Was ist ein Frieden wert wenn man ihn mit Faschisten, Kriegstreibern und Massenmördern schließt, die Juden ermordet haben? NICHTS, rein gar nichts.
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BeitragVerfasst am: 30.11.2006, 13:59 Antworten mit Zitat
Papa Schlumpf
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Die Problemtaik ist doch die, dass nach einer Reiberei irgendwann Israel eine Waffenruhe ausruft, dann doch wieder irgendein durchgeknallter Palästinenser mit einem Bombengürtel den ÖPNV in Israel benutzt und zur Vergeltung Israel wieder ein paar Häuser beschießt. Der Ablauf ist sehr oft immer derselbe, und so sehr ich die Lage Israels verstehe, ich weiß so langsam nicht mehr, wer angefangen hat. Das ist so, wie die Frage, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei.

Wenn Olmert auf die Hamas zugeht, ist das aber zumindest der Beweis, dass Israel an einem Frieden interessiert ist. Außerdem zeigt das auch eine gewisse Vernunft auf israelischer Seite, was man von Bombenlegern und Selbstmordattentätern nun nicht eben behaupten kann.

Zu dem Posting von Arie: Dauerhafte Blutrache bringt sicher niemals einen Frieden, bis sich beide Staaten gegenseitig ausgerottet haben oder der Iran mit dem Big Bang reinhaut (was Gott verhüten möge!). Dass die Verantwortlichen abgestraft gehören, steht außer Frage, aber es sind schon zu viele unschuldige auf beiden Seiten gestorben. Der Fisch stinkt vom Kopfe her, also sollte man auch am Kopf ansetzen, um den Fisch zu "entstinken"...
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BeitragVerfasst am: 30.11.2006, 14:18 Antworten mit Zitat
Arie-Ben-Kanaan
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Papa Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Die Problemtaik ist doch die, dass nach einer Reiberei irgendwann Israel eine Waffenruhe ausruft, dann doch wieder irgendein durchgeknallter Palästinenser mit einem Bombengürtel den ÖPNV in Israel benutzt und zur Vergeltung Israel wieder ein paar Häuser beschießt. Der Ablauf ist sehr oft immer derselbe, und so sehr ich die Lage Israels verstehe, ich weiß so langsam nicht mehr, wer angefangen hat. Das ist so, wie die Frage, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei.


Angefangen haben die Araber und zwar schon vor 100 Jahren als sie die ersten zionistischen Siedlungen angegriffen haben.

Die Araber müssen eines lernen, Frieden bekommen sie wenn sie begreifen das es NICHT ihr Land ist, sondern die HEIMAT des jüdischen Volkes. Das müssen die lernen.


Zitat:

Zu dem Posting von Arie: Dauerhafte Blutrache bringt sicher niemals einen Frieden, bis sich beide Staaten gegenseitig ausgerottet haben oder der Iran mit dem Big Bang reinhaut (was Gott verhüten möge!). Dass die Verantwortlichen abgestraft gehören, steht außer Frage, aber es sind schon zu viele unschuldige auf beiden Seiten gestorben. Der Fisch stinkt vom Kopfe her, also sollte man auch am Kopf ansetzen, um den Fisch zu "entstinken"...


Und der Kopf sitzt in Teheran und deswegen ist es dringend geboten, Achmadineschad zu beseitigen, notfalls mit einem Angriff auf den Iran. Das iranische Volk wird es danken, denn es wird befreit werden.
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BeitragVerfasst am: 30.11.2006, 14:42 Antworten mit Zitat
Papa Schlumpf
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[quote]Und der Kopf sitzt in Teheran und deswegen ist es dringend geboten, Achmadineschad zu beseitigen, notfalls mit einem Angriff auf den Iran. Das iranische Volk wird es danken, denn es wird befreit werden.[/quote]

Wenn das iranische Volk genauso befreit wird, wie das israelische, wird es dafür sicherlich sehr dankbar sein...

Ich verstehe auch nicht, warum immer gleich militärische Mittel ergriffen werden müssen. Wozu hat Israel eigentlich den besten Auslandsgeheimdienst der Welt? :idea:
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BeitragVerfasst am: 30.11.2006, 15:07 Antworten mit Zitat
Arie-Ben-Kanaan
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Papa Schlumpf hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Und der Kopf sitzt in Teheran und deswegen ist es dringend geboten, Achmadineschad zu beseitigen, notfalls mit einem Angriff auf den Iran. Das iranische Volk wird es danken, denn es wird befreit werden.


Wenn das iranische Volk genauso befreit wird, wie das israelische, wird es dafür sicherlich sehr dankbar sein...

Ich verstehe auch nicht, warum immer gleich militärische Mittel ergriffen werden müssen. Wozu hat Israel eigentlich den besten Auslandsgeheimdienst der Welt? Idea


Wie soll ein Faschist sonst beseitigt werden, wenn nicht mit Krieg?

Wenn er vom Mossad durch ein Attentat beseitigt wird, dann kommt ein anderer an die Macht, der genauso ist.

Das ganze Regime muß weg und das geht nur mit einer Befreiung des Volkes. Danach können demokratische antifaschitsche Herrschaftsstrukturen aufgenaut werden und in einem demokratischen Prozeß kann die ganze Verbrecherbande um die Mullahs herum, abgeurteilt werden und gerichtet werden und zwar vom freien iranischen Volk.
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BeitragVerfasst am: 30.11.2006, 15:33 Antworten mit Zitat
Papa Schlumpf
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Im Grunde hast du ja recht, nur nebenbei vergisst du noch die menschlichen Eigenschaften des iranischen Volkes, hirngewaschen von dem Regime wird es seine eigene Befreiiung wahrscheinlich nicht so toll feiern können.

Schön wäre es, Frieden in die Region zu kriegen... aber nicht mit Kriegen...
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BeitragVerfasst am: 16.12.2006, 15:49 Antworten mit Zitat
Robbi P.
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Papa Schlumpf hat folgendes geschrieben:
zur Vergeltung Israel wieder ein paar Häuser beschießt.


Wenn Israel die Drahtzieher und Unterstützer der Terroranschläge ausfindig macht und deren Häuser beschießt, hat das nichts mit Vergeltung zu tun. Es wird immer wieder gerne vergessen, dass Israel nicht gegen eine Armee kämpft, sondern gegen terroristische Organisationen, die sich in der Zivilbevölkerung verschanzen. Aber es sind hauptsächlich die Medien, die grundsätzlich von Vergeltung und Rache reden, sobald Israel militärisch gegen die Terroristen vorgeht. Die gehen auch gerne einen Schritt weiter und bemühen den aus dem christlichen Antisemitismus entstandenen Terminus in dem sie auf die Bibelzitate "Auge um Auge, Zahn um Zahn" zurückgreifen, Zitate, die absolut nichts mit Vergeltung zu tun haben, sondern mit Schadensregulierung im Sinne einer Art finanzieller Kompensation.

Wenn Vergeltung ins Auge geht

Vor allem in Deutschland verbindet sich jüdische Vergeltung mit Rache. Dann sind wir ganz schnell bei Luthers Erfindung des jüdischen Rachegottes im Gegensatz zum christlichen Gott der Liebe angelangt. Sogar Hitler berief sich gegenüber evangelischen Bischöfen auf Luther, um Bücherverbrennungen und Judenverfolgungen zu rechtfertigen. Dass sich die israelische Regierung von einem archaischen Rachegott anleiten lasse, wird immer wieder behauptet. Das wird klar, wenn die vermeintliche israelische Vergeltung als Balkenüberschrift mit dem von Luther falsch interpretierten Bibelvers rausposaunt wird: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Wer es bis heute nicht kapiert hat, hier ein kurzer Hinweis: Unser deutsches Strafgesetzbuch hält sich an das biblische Prinzip Auge um Auge, denn es bedeutet nicht Rache, sondern Geldstrafe für den Täter und Schadenersatz für das Opfer. Luthers Interpretation ist Antisemitismus der übelsten Sorte. Wenn also dpa über israelische "Vergeltung" berichtet, dann betreibt ahnungslos die gesamte deutsche Presse von der Tagesschau bis zur letzten Dorfzeitung eine subtile antisemitische Hetze in der besten Tradition des Stürmers. In extrem seltenen Fällen reden die Israelis von einer "Peulat Tagmul", also Vergeltung. Selbst die Zerstörung von Terroristenhäusern bezeichnen die Israelis "Abschreckung" und nicht biblische Rache.


Zitat:
so sehr ich die Lage Israels verstehe, ich weiß so langsam nicht mehr, wer angefangen hat.


Wenn man von einzelnen Fällen ausgeht, ist das auch nicht einfach, denn die Medien tragen erheblich dazu bei, das gesamte Bild zu verfälschen. Ein interessantes Beispiel war der militärische Einsatz Israels auf Gaza nach einer "Waffenruhe". In der Phase dieser sog. Waffenruhe wurden mehrere Anschläge vereitelt, zahlreiches Sprengstoffmaterial wurde sichergestellt. Als dann noch Kasamraketen aus Gaza auf Israel abgefeuert wurden, reagierte Israel mit diesem militärischen Angriff auf just jenes Gebiet, aus dem die Raketen abgefeuert wurden. Die Meldung in den Medien: "Israel unterbricht Waffenruhe mit Angriff auf Gaza". Israel wurde als Aggressor hingestellt.

Geht man jedoch an die Anfangszeiten des Staates Israels zurück, so kann man durchaus auch Israel eine Teilschuld zuschieben, Vertreibungen und Enteignungen gab es sowohl von arabischer als auch von israelischer Seite aus. Allerdings gibt es kaum einen Staat, der ohne Gewalt enstanden ist. Die Wurzeln des Konfliktes liegen jedoch nicht in der Gründung Israels; Gewalt, Mord und Totschlag sowie Anschläge auf Juden gab es auch vor der Existenz Israels in dieser Region.

Zitat:
Ich verstehe auch nicht, warum immer gleich militärische Mittel ergriffen werden müssen. Wozu hat Israel eigentlich den besten Auslandsgeheimdienst der Welt?


Dem kann ich nicht ganz zustimmen, Israel greift nicht "immer gleich" zu militärischen Mitteln. Oft genug gab es mehrere Anschläge und Angriffe mit Kasamraketen, bis Israel militärisch vorging; etliche Terroranschläge wurden vereitelt z. B. durch ledigliche Festnahmen. Letzteres gestaltet sich allerdings äußerst schwierig, wenn der Terrorist mit einem Sprengstoffgürtel ausgestattet ist. In diesem Fall bleibt kaum eine andere Möglichkeit, als den Terroristen zu erschießen, denn es genügt eine kleine Handbewegung am Auslöser des Sprengstoffgürtels um ein Blutbad anzurichten. Das hat jedoch noch nichts mit militärischem Vorgehen zu tun. Solche Fälle wurden auch von den Medien ausgeschlachtet mit dem üblichen Titel "Israel erschießt Palästinenser". Ein Beispiel, in dem es zu einem militärischen Einsatz kam war ein Fall, in dem offensichtlich ein Terrorist erschossen wurde. Der Mann entzog sich einer Kontrolle israelischer Polizisten, dazu hätte er keinen Grund gehabt, wenn er nichts zu verbergen gehabt hätte. Die Polizisten orderten militärische Verstärkung an, der Mann weigerte sich, bis er schließlich erschossen wurde. Das ganze wurde gefilmt; bei der Veröffentlichung der Bilder wurde die Szene gezeigt, bis ein ferngesteuerter Roboter zum Einsatz kam, ab da wurde geschnitten. Solche Roboter werden nur eingesetzt um Minen und andere Sprengstoffsätze zu sichern. Es ist auch selten ein Zufall, wenn solche Szenarien gefilmt oder fotografiert werden.

Zitat:
Schön wäre es, Frieden in die Region zu kriegen... aber nicht mit Kriegen...


Das ist völlig richtig, ein sehr schön formulierter Satz. Und ich hoffe, dass es nicht einfach nur ein Wunsch bleibt.
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