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| Anmeldungsdatum: 22.10.2005 |
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Judentum
Die älteste Religion der Welt, die nur einen Gott verehrt, folgt einem strengen Regelwerk. In der Tora ist es aufgezeichnet. Sie ist die Heilige Schrift der Juden. Von den Zehn Geboten bis zur Sabbat-Ruhe, von der Beschneidung bis zur koscheren Küche ist das spirituelle wie praktische Leben festgeschrieben. Gott, so sehen es die Juden, hat mit dem Volk Israel einen Bund geschlossen, der es von allen anderen Völkern unterscheidet
Hinduismus
Stämme aus Innerasien brachten bei der Eroberung Indiens vor 3500 Jahren ihre eigenen Götter mit ins Land, ließen aber die alten Gottheiten dort in Amt und Würden. So entstand die bunteste Religion der Erde mit Göttern für jeden Zweck und Anlass. Die 900 Millionen Hindus glauben an Karma und Wiedergeburt. Mit Gleichmut ergeben sie sich in ihr Schicksal. Das garantiert die Stabilität der indischen Kastengesellschaft
Taoismus und Konfuzianismus
Vor 2500 Jahren begründeten der Weise Laotse und der Philosoph Konfuzius zwei Lehren in China. Eigentlich widersprechen sie einander, aber die Chinesen haben beide zu einer praktischen Religion vermengt, die ihnen hilft, den Alltag zu bewältigen. Das Jenseits spielt dabei keine große Rolle. Entscheidend ist es, zur Harmonie im Kosmos beizutragen in der eigenen Persönlichkeit, in der Familie, im Staat
Buddhismus
Ein Fürstensohn schuf vor 2500 Jahren in Nordostindien die Glaubensschule des Buddhismus. Die Religion kennt keinen allmächtigen Schöpfer, keinen Anfang und kein Ende der Welt - lehrt aber höchsten Respekt vor jedem Lebewesen. Philosophische Kraft und Friedfertigkeit machen den Buddhismus auch für Menschen in westlichen Ländern zunehmend attraktiv
Christentum
Sie ist die erfolgreichste Religion der Welt. Für ein Drittel aller Menschen ist das Kreuz Symbol ihres Glaubens. Der Aufstieg einer vorderasiatischen Sekte vor 2000 Jahren zur globalen Gemeinde hatte einen einfachen Grund: Ihr Bekenntnis stellte die herrschenden Lehren auf den Kopf. Der neue Glaube unterschied nicht länger Arm und Reich, Jude oder Römer, Sklave oder Freier. Er forderte Nächstenliebe. Und die war für alle gleich
Islam
Im siebten Jahrhundert entstand auf der arabischen Halbinsel die jüngste Weltreligion, die nur einen Gott kennt: Allah. Er offenbarte sich damals seinem Propheten Mohammed. Der Koran, die Heilige Schrift der Muslime, war das Resultat dieser Begegnung. Seine Regeln bestimmen bis heute das Leben der Gläubigen, inzwischen mehr als eine Milliarde Menschen. Denn sie gelten als ewig wahr und geben damit zu Missverständnissen Anlass |
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