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| Anmeldungsdatum: 22.10.2005 |
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Springer nennt mögliche Zugeständnisse
Mit neuen Zugeständnissen will der Axel-Springer-Verlag das Bundeskartellamt und die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) dazu bewegen, der Übernahme des Fernsehsenders ProSiebenSat.1 zuzustimmen. Der Springer-Verlag sei bereit, auf ein "Bild-TV" und auf so genannte Cross Promotion mit den Zeitungen zu verzichten, sagte Springer-Chef Mathias Döpfner der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Diese Auflagen würden auch in die Lizenzen der Sender einfließen.
Zudem würden alle gemeinsamen Beteiligungen mit Bertelsmann aufgelöst. "Wir bieten die Desinvestition aller gemeinsam mit Bertelsmann gehaltenen Unternehmensbeteiligungen an. Die Beteiligung an dem Druckunternehmen Prinovis, unsere gesamten Radiobeteiligungen sowie einige Logistik-Joint-Ventures", sagte Döpfner.
Döpfner: "Kontrollverzicht unannehmbar"
Döpfner will nach eigenen Angaben der KEK am Donnerstag ein Angebot zu einem Fernsehbeirat unterbreiten. Danach solle der Beirat Cross-Promotion - sich überschneidende Werbekampagnen in verschiedenen Medien - verhindern, aber nicht die unternehmerische Verantwortung tragen, wie es die KEK gefordert hatte. Den Verzicht auf ProSieben oder Sat.1 oder die Abgabe der Kontrolle über einen der Sender an einen Beirat, wie es die KEK verschlug, lehnt Döpfner als "unannehmbar" ab. Das Modell der KEK könne Springer nicht akzeptieren, weil es einen Verzicht auf wirtschaftliche und marktorientierte Ziele bedeuten würde.
Auch Investitionen ins Auslandsgeschäft denkbar
Käme die Fusion nicht zustande, sagte Döpfner, würde sich Springer wieder stärker auf sein Auslandsgeschäft konzentrieren und es gäbe für ProSiebenSat.1 wohl eine "internationale Lösung". Damit wäre die Hälfte des deutschen Privatfernsehens in ausländischer Hand, was zum Beispiel in den Vereinigten Staaten durch eine Obergrenze von 25 Prozent gar nicht erlaubt wäre, sagte Döpfner.
Die KEK will am 10. Januar über die Übernahme des größten deutschen Fernsehunternehmens entscheiden. Auch das Bundeskartellamt hatte gegen die Übernahme Bedenken angemeldet. Die Entscheidung der Kartellwächter, die ursprünglich noch im vergangenen Jahr fallen sollte, wurde inzwischen auf den 20. Januar verschoben.
Weitere Informationen unter:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5100872_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html |
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