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| Anmeldungsdatum: 22.10.2005 |
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Helsinki - Handy-Weltmarktführer Nokia leidet unter sinkenden Preisen und dem Griff der Verbraucher zu simplen Modellen. Der operative Gewinn sank im vierten Quartal 2005 um sechs Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro, teilte der weltweit mit Abstand größte Anbieter von Mobiltelefonen am Donnerstag in Helsinki mit. Der Nettogewinn ging um ein Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro zurück. Beim Umsatz legte Nokia um neun Prozent auf 10,3 Milliarden Euro zu. Der Aktienkurs sank nach Bekanntwerden der Bilanz um 1,8 Prozent auf 14,85 Euro.
Konzernchef Jorma Ollila (55), machte bei der Vorstellung der Bilanz betont optimistische Vorhersagen für das laufende Jahr: „Wir erwarten 2006 ein Wachstum von über zehn Prozent bei Mobiltelefonen.“ Im vergangenen Jahr waren nach Nokia-Schätzungen weltweit 795 Millionen Mobiltelefone verkauft worden.
Allerdings werde der Durchschnittspreis je Mobiltelefon auch 2006 nicht steigen und möglicherweise weiter leicht fallen. Er war für Nokia im vierten Quartal auf 99 Euro gegenüber 102 Euro im dritten gesunken. Das finnische Unternehmen hatte verlorene Marktanteile gegen Konkurrenten wie Motorola und Sony Ericsson vor allem durch einen Schwerpunkt auf billigere Modelle zurückgewonnen, die als weniger ertragreich gelten. Nokias Weltmarktanteil lag im vierten Quartal bei 34 Prozent - ein Prozentpunkt mehr als in den drei Monaten davor. Ollila, der im Sommer an die Spitze des Aufsichtsrates wechselt und nach 13 Jahren als Konzernchef vom derzeitigen Mobilfunk-Chef Olli-Pekka Kallasvuo (52) abgelöst wird, nannte den Verlauf 2005 insgesamt wie auch das letzte Quartal aus Nokia-Sicht „extrem erfreulich“.
Im gesamten Jahr 2005 steigerte Nokia den Umsatz um 16 Prozent auf 34,2 Milliarden Euro und den operativen Gewinn um sieben Prozent auf gut 4,6 Milliarden Euro. Der Reingewinn wuchs um 13 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. „Zum ersten Mal haben wir in einem Quartal mehr als 10 Milliarden Euro umgesetzt und mit 83,7 Millionen Handys so viele verkauft wie nie zuvor“, sagte Ollila weiter.
In der Sparte Mobiltelefone steigerte Nokia den Umsatz im gesamten Jahr um zwölf Prozent auf 20,8 Milliarden Euro. Im Schlußquartal verlangsamte sich das Wachstum allerdings auf sechs Prozent. Beim operativen Ergebnis gab es 2005 einen Rückgang von fünf Prozent auf 3,6 Milliarden Euro und ein Minus von vier Prozent im vierten Quartal.
Bei den rasant wachsenden Multimedia-Geräten steigerte Nokia den Umsatz im vierten Quartal um 59 Prozent auf zwei Milliarden Euro und um 63 Prozent auf knapp sechs Milliarden im gesamten Jahr. Der operative Gewinn stieg im vierten Quartal um 85 Prozent auf 310 Millionen Euro und wurde im Gesamtjahr mit 836 Millionen fast verfünffacht (2004: 175 Mio Euro). WELT.de/dpa |
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