| Aviva |
| Site Admin |


|
 |
| Anmeldungsdatum: 22.10.2005 |
| Beiträge: 1824 |
| Wohnort: Berlin |
|
|
 |
 |
 |
|
Mit Prävention lassen sich Beschwerden vermeiden
Noch immer ist Inkontinenz ein Tabuthema. Vielen Betroffenen fällt es schwer, den Arzt oder Apotheker ins Vertrauen zu ziehen, weil es ihnen unangenehm ist. Sie fühlen sich unsicher, beschämt und eingeschränkt in ihrem Alltag. Dabei sollten sich Menschen mit Inkontinenz nicht isoliert fühlen, denn es handelt sich um ein Volksleiden, an der allein in Deutschland rund fünf Millionen Männer und Frauen leiden. Die Apotheker in Nordrhein geben Tipps, wie man der Inkontinenz vorbeugt oder trotz Inkontinenz ein ungestörtes Leben mit ausreichender Bewegungsfreiheit führen kann.
"Es gibt viele verschiedene Formen der Inkontinenz. Die häufigste Form ist die Stress- oder Belastungsinkontinenz", erklärt Martin Katzenbach, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. Von dieser Variante spreche man, wenn man bei einer körperlichen Belastung, zum Beispiel beim Sport, aber auch schon beim Husten und Niesen, ungewollt Harn verliere. "Ursache der Belastungsinkontinenz sind Probleme mit der Harnröhre, dem Beckenbodenmuskel oder dem Bindegewebe", so Katzenbach. Vor allem Frauen seien betroffen, meistens im Alter ab 60 Jahren. "Aber es gibt auch viele junge Frauen, die bereits unter Inkontinenz leiden. In vielen Fällen tritt das Problem zum ersten Mal nach der Geburt eines Kindes auf. Gefährdet sind außerdem übergewichtige Menschen."
Die Apotheker in Nordrhein raten Betroffenen zunächst zu konservativen Behandlungsmethoden, mit denen Inkontinenz in den Griff zu bekommen sei und die sie auch zur Prävention nutzen können. "Ein wichtiges Instrument zum Schutz und zur Behandlung von Inkontinenz ist das Beckenbodentraining", sagt die Pressesprecher. "Durch gezielte krankengymnastische Übungen wird die Bauchdecken-, Zwerchfell- und Beckenmuskulatur gekräftigt." Mit einer stabilen Muskulatur könne der eigene Körper viel besser kontrolliert werden.
Eine Gewichtsreduktion verspreche in einigen Fällen ebenfalls Erfolg. "Mit weniger Gewicht wird nicht nur der Beckenboden entlastet, sondern auch der Druck im Bauchraum gesenkt." Außerdem gebe es die Möglichkeit, regelrecht zu trainieren, auf die Toilette zu gehen. "Man kann zum Beispiel versuchen, durch wiederholtes Aufsuchen der Toilette, dem Problem zuvorzukommen." Für die Apotheker in Nordrhein steht fest: Wer an Inkontinenz leidet, muss sich nicht einfach damit abfinden. Bei frühzeitigem Erkennen sind die Beschwerden - auch im Alter - in Einzelfällen sogar heilbar oder können zumindest deutlich gebessert werden.
Weitere Informationen:
www.selbsthilfeverband-inkontinenz.org |
|