| Hagbard |
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| Anmeldungsdatum: 08.03.2006 |
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Okay, dann mal ein kleiner Diskurs über den Satanismus nach Anton Szandor LeVay.
Geschichte der Entstehung der Church of Satan:
A.S. LeVay war als Jugendlicher Orgelspieler auf einem Jahrmarkt. Dort sah er jeden Samstag abend die Männer des Ortes die halbnackten Tanzmädchen anstarren, nur um am Sonntag, wenn er die Evangelisten auf der Orgel begleitete die selben Männer ehrfürchtig mit ihren Frauen und Kindern beten zu sehen und um Vergebung für ihre Sünden zu bitten. So wurde ihm klar, dass die christliche Kirche nur durch ihre Scheinheiligkeit ihren Erfolg begründen konnte und die Triebe des Menschen immer wieder die Überhand gewinnen werden, so dass er der Meinung war es bräuchte eine Religion, die die menschliche Natur nicht verneinte, sondern als Anlass zum Feiern nahm. So wurde dann am 30. April 1966 die Church of Satan gegründet.
Ziele / Ansichten der CoS:
Die neun satanischen Grundsätze:
1. Satan bedeutet Sinnesfreude anstatt Abstinenz
2. Stan bedeutet Lebenskraft anstatt Hirngespinste
3. Satan bedeute unverfälschte Wahrheit anstatt heuchlerischen Selbstbetrugs
4. Satan bedeutet Güte gegenüber denen, die sie verdienen anstatt Verschwendung von Liebe an Undankbare
5. Satan bedeutet Rache anstatt Hinhalten der anderen Wange
6. Satan beudetet Verantwortung für die Verantwortungsbewußten anstatt Fürsorge für psychische Vampire (dazu nachher mehr)
7. Satan bedeutet, dass der Mensch lediglich ein Tier under anderen Tieren ist, manhcmal besser, häufig jedoch schlechter als die Vierbeiner, da er aufgrund seoner "göttlichen geistigen und intellektuellen Entwicklung" zum bösartigsten aller Teire geworden ist
8. Satan bedeutet alle sogenannten Sünden, denn sie alle führen zu physischer, geistiger und emotionaler Erfüllung
9. Satan ist der beste Freund, den die Kirche jemals gehabt hat, denn er hat sie die ganzen Jahre über am Leben erhalten.
Insgesamt kann man den Satanismus nach LeVay weniger als Religion betrachten, denn als Lebeneinstellung. Er bejaht das Leben und alle Sünden, die zur eigenen Erfüllung führen, wobei auch hier eine kleine Eingrenzung stattfindet. Anders als beim Satanismus nach Crowley (Tu was du willst soll sein das ganze Gesetz), darf nichts gemacht werden, was ein anderer als persönliche Schädigung empfindet, womit Verbrechen wie Mord oder auch Diebstahl und Vergewaltigung ausgeschlossen werden, Tötung auf Verlangen sowie Sterbehilfe jedoch nicht. Auch ist explizit geschrieben, dass man weder Kindern noch Tieren irgendeinen Schaden zufüge, selbst wenn diese einen solchen nicht als solchen empfänden. Diese Satanische Richtung hat also wahrlich wenig mit dem zu tun, was man allgemein unter Satanismus versteht. Es geht dem Satanisten nach LeVay nicht darum das "Böse" in die Welt zu bringen, sondern das "christliche Böse", also die Todsünden zu begehen (woran man so oder so nur schlecht vorbeikommt) ohne Reue (die nach LeVay eh nur ein Repressionsinstrument der Kirche ist, und kein eigentliches menschliches Empfinden) zu zeigen, sein Leben auf genau die Art zu leben, wie man es selbst möchte (ohne anderen Schaden zuzufügen). Auch das Bild von Sexorgien und Meschenopfern ist weit überholt, wenn man sich über diese moderne Version des Satanismus unterhält, da gerade Sexorgien eher abgelehnt werden, als verlangt, mit der Begründung, dass dies meist zum einem Zwang führte, an einer solchen Orgie mitzumachen. Menschenopfer sind generell natürlich auch nicht erwünscht, es sei denn, dass Opfer verlangt es explizit im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, Tieropfer sind absolut verboten.
Nun noch etwas zu den o.g. psychischen Vampiren:
Psychische Vampire sind Menschen, die einem das Gefühl geben, ihnen etwas schuldig zu sein, ohne dass dies jedoch eigentlich der Fall ist. Es sind Personen, die es schaffen, dass man für sie Dinge tut, ohne danach zu fragen und ohne, dass man selbst es will.
Für weitere Fragen bin ich immer offen, ansonsten kann ich nur die Lektüre der "Satanischen Bibel" von A.S. LeVay empfehlen, auch wenn es dadurch, dass sie weiß auf schwarz geschrieben ist manchmal mühselig ist längere Passagen zu lesen. |
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