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| Anmeldungsdatum: 22.10.2005 |
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Die Anhänger des katholisch-fundamentalistischen Rundfunksenders sehen den „deutschen Papst“ als treibende Kraft hinter einem Vorstoß des Vatikans, den Sender zu disziplinieren.
„Das Dritte Reich hat den Deutschen das moralische Rückgrat genommen, und das ist ihnen bis heute nicht wieder gewachsen", sagte Boguslaw Wolniewicz, Vorsitzender des so genannten Unabhängigen Ethikrates der Medien des Senders von Redemptoristen-Pater Tadeusz Rydzyk.
Sender gründet eigenen „Ethikrat“
Der Vatikan hatte die polnischen Bischöfe und den Obersten des Redemptoristenordens zur Aufsicht über den Sender aufgerufen, der mit politischer Parteinahme und antisemitischen Programminhalten die Kirche in Diskredit bringt. Nachdem Dutzende von Klagen beim Ethikrat der Medien über den Sender eingegangen waren, gründeten die teils prominenten Anhänger von Radio Maryja nun einen „unabhängigen“ Ethikrat, wie die Zeitung „Gazeta Wyborcza“ am Mittwoch berichtete.
„Sender ohne Zensur“
Rydzyk entschuldigte sich in einer von Radio Maryja gesendeten Stellungnahme bei all jenen, die sich durch eine antisemitische Sendung vor wenigen Wochen verletzt gefühlt hätten. „Niemand hatte die Absicht, anderen Schaden zuzufügen", sagte Rydzyk. „Wir schätzen jeden Menschen, unabhängig von Nationalität, Alter, Rasse oder Religion.“ Gleichzeitig sagte Rydzyk, es werde in seinem Sender keine Zensur geben. „Wir vergeben allen, die uns Schlechtes antun und bitten um Vergebung für unsere Fehler", sagte Rydzyk.
Antisemitische Programminhalte
Radio Maryja breche das „Monopol der linken Medien in Polen“ und das Tabu, dass über Juden nichts Schlechtes gesagt werden dürfe, behauptete Wolniewicz. Wenn nun der Vatikan das Wort gegen den Sender ergreife, sei der Papst als Deutscher Schuld: „Niemand auf der Welt fürchtet sich so, Antisemit genannt zu werden, wie die Deutschen.“ Nach dem Tod von Johannes Paul II. sei lediglich ein Jahr gewartet worden, um nun gegen den Sender vorzugehen.
http://focus.msn.de/politik/ausland/benedikt-xvi-_nid_27567.html |
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