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BeitragVerfasst am: 24.04.2006, 12:03 Antworten mit Zitat
Arie-Ben-Kanaan
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Anmeldungsdatum: 06.01.2006
Beiträge: 1082
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Hagbard hat folgendes geschrieben:



Das haben dann wohl die Nazis vergessen, als sie über 6 Mio Juden umbrachten, nebst den Indianern Südamerikas, die durch Spanier und Portugiesen ermordet wurden, und ganz abgesehen von den viele Tutsi die in Ruanda ermordet wurden, und den Karthagern in den punischen Kriegen, und... (oder soll ich fortfahren?)


Unglaublich, totale Verharmlosung des Holocaust.

Der Holocaust war schlimmer als alles andere.
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BeitragVerfasst am: 24.04.2006, 12:20 Antworten mit Zitat
muriel
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Anmeldungsdatum: 17.01.2006
Beiträge: 373




@Hagbard

Zitat:
Ja, auf sich selbst. Anders als Moral zum Beispiel bleibt Logik auch ohne Menschen, sogar ohne Universum bestehen, da sie absolut nichts mit der Realität zu tun hat.

Das glaube ich nicht, dass sich Logik auf sich selbst stützt. Und sie hat was mit der Realität zu tun, in der sie gilt.
Du sagst: Werte sind nicht absolut, sondern bekommen ihre Gültigkeit durch menschliche Beurteiler.
Alle Werte beziehen sich auf die Welt oder auf ein g'ttliches Wesen, und auf diesem Umweg wieder auf die Welt. Welt = Mensch, Tier.
Nimmst du jetzt die Beurteiler weg, nämlich den Menschen, und auch G'tt, an den du ja nicht glaubst, dann fallen nicht nur die weg, die die Maßstäbe zur Beurteilung festlegen, sondern auch die, an denen etwas falsch gemacht werden kann, außer den Tieren und dir selbst. Und da du selbst immer da bist, bleibt auch Beurteiler Gewissen immer da.
Werte gibt es zwar nicht ohne Beurteiler, theoretisch, aber praktisch werden sie auch nicht gebraucht ohne Beurteiler, weil damit auch sowohl "Täter" als auch "Opfer" wegfallen, und einfach nichts da ist, an dem man etwas falsch machen kann.
Gesellschaft und Werte wirken also GEGENSEITIG aufeinander, bzw. bedingen sich. Absolute Werte (die ohne Anwesenheit von G'tt, Menschen, Tieren gelten würden) gibt's nur deswegen nicht, weil sie für diese allein überhaupt da sind und nur um derentwillen existieren. Genauso wie im Weltall z.B. das Gesetz der Schwerkraft nicht gilt. Aber auf dem geschlossenen System Erde schon. Und da wird sie auch nur gebraucht und ist sehrwohl logisch.


Zitat:
dass selbst ein Nazi in seiner Welt Recht hat und es neben der Ethik keinen Grund gibt zu sagen, dass er damit falsch liege.

Das hab ich ja gemeint mit der Geschichte, der Nazi würde sich selbst vielleicht auch nicht recht geben, wenn man ihm seine Verbrechen objektiv als Geschichte mit namenlosen Tätern / Opfern oder mit vertauschten Rollen vortragen würde.

Zitat:
Um gut zu argumentieren muss man auch mal seine eigene Welt verlassen und versuchen sie so zu sehen, wie die Gegenseite der Diskussion, und dafür muss man auch sein Wertesystem kurz au´´en vor lassen, da es sicherlich nicht für alle gilt und somit den neuen Blickwinkel, den man überdenken möchte, trüben würde. Ich bin nicht der Meinung, dass dies schlecht ist, oder?

Das ist sicher sinnvoll und hilft, alles genau zu durchdenken, aber geht nur bis zu einem bestimmten Grad. Sowas kann ich machen, wenn es um bestimmte Gesichtspunkte geht, z.B. bestimmte religiöse Ansichten, aber nicht wenn es um so kranke Menschenrechtsverletzungen geht. In so ein Hirn muss man sich doch nicht einfühlen können.
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BeitragVerfasst am: 24.04.2006, 15:34 Antworten mit Zitat
Hagbard
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Anmeldungsdatum: 08.03.2006
Beiträge: 379




Zitat:

Das glaube ich nicht, dass sich Logik auf sich selbst stützt. Und sie hat was mit der Realität zu tun, in der sie gilt.


Definitives Nein, da in der Logik alles nach belieben definiert werden kann, und dann einfach mit den Regeln der Logik hantiert wird. Natürlich definiert man meist die Aussagen realitätsnah, dies ist dann aber wieder angewandte Logik.
Beispiel: Aussage A := Die Erde ist eine Scheibe, die von vier (oder fünf) Elephanten getragen wird, die auf einer riesigen Schildkröte durchs All fliegt.
An sich ist diese Aussage, wenn als "wahr" definiert eben "wahr", auch wenn viele Menschen dagegen protestieren würden.

Zitat:

Du sagst: Werte sind nicht absolut, sondern bekommen ihre Gültigkeit durch menschliche Beurteiler.
Alle Werte beziehen sich auf die Welt oder auf ein g'ttliches Wesen, und auf diesem Umweg wieder auf die Welt. Welt = Mensch, Tier.
Nimmst du jetzt die Beurteiler weg, nämlich den Menschen, und auch G'tt, an den du ja nicht glaubst, dann fallen nicht nur die weg, die die Maßstäbe zur Beurteilung festlegen, sondern auch die, an denen etwas falsch gemacht werden kann, außer den Tieren und dir selbst. Und da du selbst immer da bist, bleibt auch Beurteiler Gewissen immer da.
Werte gibt es zwar nicht ohne Beurteiler, theoretisch, aber praktisch werden sie auch nicht gebraucht ohne Beurteiler, weil damit auch sowohl "Täter" als auch "Opfer" wegfallen, und einfach nichts da ist, an dem man etwas falsch machen kann.
Gesellschaft und Werte wirken also GEGENSEITIG aufeinander, bzw. bedingen sich. Absolute Werte (die ohne Anwesenheit von G'tt, Menschen, Tieren gelten würden) gibt's nur deswegen nicht, weil sie für diese allein überhaupt da sind und nur um derentwillen existieren. Genauso wie im Weltall z.B. das Gesetz der Schwerkraft nicht gilt. Aber auf dem geschlossenen System Erde schon. Und da wird sie auch nur gebraucht und ist sehrwohl logisch.


Klares Ja. Es geht hier ja auch nicht darum, dass es in der Realität keine Werteoder Ethik gäbe, sondern darum, dass sie nicht objektiv, da vom Subjekt erschaffen, sind. Es geht hier eben "nur" um die Theorie, wie gesagt, (reine) Logik hat keinen Realitätsbezug.

Zitat:

Das ist sicher sinnvoll und hilft, alles genau zu durchdenken, aber geht nur bis zu einem bestimmten Grad. Sowas kann ich machen, wenn es um bestimmte Gesichtspunkte geht, z.B. bestimmte religiöse Ansichten, aber nicht wenn es um so kranke Menschenrechtsverletzungen geht. In so ein Hirn muss man sich doch nicht einfühlen können.


Solange man den nötigen Abstand beibehält, kann man sich auch da hineinversetzen. Es ist halt nur äußerst förderlich für die Objektivität.

@Arie:

Zitat:

Unglaublich, totale Verharmlosung des Holocaust.

Der Holocaust war schlimmer als alles andere.


Ich sehe in meinem Beitrag, bzw dem von dir zitierten Auszug, keinerlei Wörter die eine Relation andeuten. Und ohne Relation keine Verharmlosung (als spezielle Relation) => Schwachsinn
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BeitragVerfasst am: 24.04.2006, 19:32 Antworten mit Zitat
Aviva
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Anmeldungsdatum: 22.10.2005
Beiträge: 1824
Wohnort: Berlin




@ Arie

In dem Beitrag von Hagbard ist nun wirklich keine Verharmlosung des Holcaust
zu erkennen.
Du solltest seine Aussage im Zusammenhang von Ismaels Beitrag lesen.
Dann wirst Du die Aussage Hagbards verstehen.
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BeitragVerfasst am: 25.04.2006, 11:11 Antworten mit Zitat
j.r.
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Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 192




Könnte es vielleicht sein, daß das Denken des Arie so fixiert ist, daß er einer rein theoretischen Diskussion nicht wirklich abstrakt folgen kann?

Ich gebe zu, die Art und die Texte von Arie machen dieses Forum z.T. unleserlich für mich und sind meistens unerträgliche, einseitige Hetze und Rechthaberei.
So kann man m.E. nicht sachlich diskutieren. Schade eigentlich.
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Logik und Ethik
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