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| Anmeldungsdatum: 22.10.2005 |
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Dell und Google verbünden sich. Der Computer-Hersteller will Software des Internet-Unternehmens auf seinen Computern vorinstallieren. Mit der neuen Partnerschaft greift Google seinen Erzrivalen Microsoft und dessen Vorherrschaft auf dem PC-Desktop-Markt frontal an.
NEW YORK. Wie Vertreter beider Unternehmen am Donnerstag bekannt gaben, will der weltgrößte Computer-Bauer Rechner mit Software von Google ausstatten. Dell will konkret die Google-Desktopsuche und die Google-Toolbar im Internet Explorer von Microsoft integrieren. Als Startseite des Internetbrowsers werde eine gemeinsame Webseite von Dell und Google eingestellt. „Vermutlich kommt auch noch mehr“, stellte Google-Chef Eric Schmidt in Aussicht.
Die beiden Unternehmen wollen sich die Einnahmen aus der Zusammenarbeit teilen. Weder Schmidt noch Dell-Sprecher Jess Blackburn wollten allerdings Einzelheiten nennen. „Wir machen das, weil wir glauben, dass die Werkzeuge den Kunden bei der Suche und Verwaltung digitaler Informationen schnell und einfach helfen werden“, sagte Blackburn.
Bislang waren handelsübliche Personal Computer in der Regel maßgeblich mit Microsofts Software bestückt. In seinem künftigen Betriebssystem Windows Vista will Microsoft zudem ausgefeilte Suchfunktionen für das Internet und den Desktop als wesentliche Schlüsselfunktionen integrieren. In dem Bereich macht sich aber Google immer mehr breit.
Google soll Dell für jeden PC bezahlen
Die Vorinstallation von Googles Suchsoftware soll eines von vielen Projekten in einer mehrjährig angelegten Zusammenarbeit sein. Die Vereinbarung soll nach Medienberichten zunächst für drei Jahre gelten. Der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge wird Google Dell für jeden mit Google-Software bestückten Rechner bezahlen.
Die mit den Google-Programmen ausgestatteten Dell PCs sollen ab Ende dieses Monats an die ersten Kunden in kleinen oder mittleren Unternehmen ausgeliefert werde, kündigte er an. Zudem würden die Systeme einigen Großunternehmen angeboten.
http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1247869
Dell will abgeschwächtem Wachstum entgegentreten
In der Vergangenheit hatte Microsoft PC-Herstellern noch diktieren können, welche Software sie auf ihren Rechnern installieren sollten. Die Nummer eins der Branche konnte sich dabei weitgehend darauf verlassen, dass sich die Kunden selten die Mühe machten, die Programme auszutauschen.
Mit der Zusammenarbeit mit dem Suchmaschinenbetreiber Google will Dell nun dem im vergangenen Jahr abgeschwächten Wachstum entgegentreten. Vergangene Woche hatte das Unternehmen auch bekannt gegeben, künftig einige seiner hochpreisigen Server-Modelle für Unternehmen mit Prozessoren von Advanced Micro Devices auszurüsten. Bisher war Marktführer Intel Dells exklusiver Chip-Lieferant.
Google steigert Marktanteil bei Internet-Suchmaschinen
Die Google hat derweil im April einen Marktanteil von 50 Prozent bei Suchanfragen im US-amerikanischen Internet erreicht. Wie das Marktforschungsunternehmen Nielsen/NetRatings am Donnerstag mitteilte, bedeutet das einen Anstieg von 3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zum Vormonat stieg der Marktanteil um 1 Prozentpunkt. Hinter Google folgen in den USA Yahoo mit einem zum Vorjahr stagnierenden Wert von 22 Prozent und Microsoft MSN mit 11 Prozent (Vorjahr 12 Prozent). Bei Google stieg die Zahl der Suchanfragen im April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34 Prozent auf 2,66 Milliarden. Bei Yahoo betrug das Wachstum den Angaben zufolge 27 Prozent auf 1,17 Milliarden Anfragen und bei MSN 10 Prozent auf 570 Millionen.
In Deutschland ist die Dominanz von Google bei den Suchabfragen laut der Internet-Statistik "Webhits" mit über 80 Prozent erheblich größer.
Microsoft lässt sich die Verfolgungsjagd auf Google einiges Kosten. Anfang des Monats hatte Microsoft-Chef Steve Ballmer angekündigt, die Ausgaben für den Ausbau des Online-Anzeigengeschäfts, neuer Suchtechnologien und des MSN-Portals um 60 Prozent auf 1,6 Mrd. Dollar aufzustocken.
http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1247869 |
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