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| Anmeldungsdatum: 22.10.2005 |
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Die umstrittene islamische Schule erfüllt die Forderung der Schulaufsicht auch nach drei Jahren nicht.
Bonn - Jürgen Roters klang entschlossen. Der ehemalige Kölner Regierungspräsident hatte vor mehr als einem Jahr wiederholt ein Versäumnis seiner Behörde einräumen müssen. Der Schulaufsicht war es damals nach zwei Jahren nicht gelungen, die umstrittene König-Fahd-Akademie zu einer Änderung ihres Gesellschaftervertrages zu bewegen. Aus diesem geht eine Verbindung zwischen der saudi-arabischen Schule und der umstrittenen Islamischen Gemeinschaft Deutschlands (IGD) hervor. Und eine von Roters Bedingungen für den Fortbestand der Akademie in Lannesdorf war immer eine Beendigung dieses Verhältnisses gewesen. Entschlossen teilte Roters also mit, die Änderung im Gesellschaftervertrag werde unmittelbar umgesetzt.
Inzwischen ist ein weiteres Jahr vergangen, der Regierungspräsident heißt nicht mehr Jürgen Roters sondern Hans Peter Lindlar - und die IGD steht immer noch im Gesellschaftervertrag der König-Fahd-Akademie. Das geht aus einem Auszug aus dem Handelsregister vom 22. Juni 2006 hervor, der dem ARD-Magazin Panorama vorliegt. Demnach ist die IGD im Falle einer Auflösung der als GmbH geführten Schule weiterhin begünstigt - ihr würden alle Vermögenswerte zufallen.
Im Oktober 2003 wurde zum ersten Mal über die Verbindungen zwischen der IGD und der Akademie berichtet. Damals bezeichnete NRWs oberster Verfassungsschützer die Regelung im Gesellschaftervertrag als „Alarmzeichen“. Auch heute wird die Organisation vom Verfassungsschutz beobachtet.
Die Bezirksregierung bestätigte gestern, dass im Gesellschaftervertrag alles beim Alten sei. August Gemünd, Pressesprecher der Bezirksregierung und persönlicher Referent von Lindlar, räumte ein, dass die Situation unbefriedigend sei. Aber: „Wir haben als Behörde keine rechtliche Handhabe, die Änderung im Gesellschaftervertrag zu erzwingen.“ Laut Gemünd sei man deshalb auf das Wohlwollen der saudischen Seite angewiesen. Die Schulbehörde bemühe sich weiterhin, die Änderung im Dialog zu erreichen. Entsprechende Signale seien ermutigend.
Zur König-Fahd-Akademie die vor Jahren wegen ihres islamistischen Umfeldes in die Schlagzeilen geraten war, gehen derzeit 243 Schüler, im Schuljahr 2003 / 2004 waren es noch 469 Schüler. Laut Gemünd besuchen derzeit nur noch 22 Schüler die Klassen 1 bis 4. Darunter sind noch fünf Schüler deutscher Nationalität. (lf)
http://www.ksta.de/html/artikel/1149702684800.shtml
Und hier noch ein Link zu diesem brisanten Thema:
http://www.gruene-berlin.de/site/2237.0.html |
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