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Aviva-Forum » Politik » Deserteure in der US-Armee
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Deserteure in der US-Armee
BeitragVerfasst am: 13.07.2006, 13:15 Antworten mit Zitat
Ruediger
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http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,3954268,00.html

Einst fanden sie die Aussicht, Berufsoldat zu werden, noch verlockend: eine solide Ausbildung, Karrierechancen, die gute Bezahlung. Doch die weltweiten Zweifel an dem Einsatz im Irak haben längst auch die GIs erreicht. Viele wollen die Armee verlassen, ihre Verweigerung wird aber nicht akzeptiert. Also fliehen sie in die Illegalität und versuchen, sich außerhalb der USA dem Zugriff der Behörden zu entziehen - auch in Deutschland.




Karl ter Horst



Um solche Deserteure kümmert sich Pastor Karl ter Horst. Seit Beginn des Irak-Krieges hilft er in Deutschland stationierten US-Soldaten, unterzutauchen. Zu Frontal21 sagt er: "Die haben sich doch nicht vorgestellt, auf Kinder zu schießen, das tut ein Soldat nicht - der schießt auf Soldaten." Im Internet fordert er US-Soldaten geradezu auf, zu desertieren. "Ja, und da ist das Beste, abzuhauen", sagt er. "Und ich kann ehrlich gesagt auch nicht begreifen, warum das nicht hunderttausendfach geschieht."

Netzwerk für Deserteure
Der Pastor aus Niedersachsen hat in ganz Europa ein geheimes Netzwerk sichererer Anlaufstellen aufgebaut - dazu fühlt er sich als Christ verpflichtet. Und er kann mit einer zunehmenden Zahl von GIs rechnen, die sich unerlaubt von der Truppe entfernen. Das Pentagon hat 2004 eingeräumt, dass mindestens 6000 Soldaten seit Beginn des Irak-Krieges desertiert sind. Inzwischen gehen Experten von mindestens 8000 aus.


Hinzu kommen Zehntausende, die jährlich bei Verweigerer-Organisationen um Hilfe bitten und einen legalen Weg aus dem blutigen Irak-Krieg suchen. Einige von ihnen nehmen auch harte Strafen in Kauf. Ein US-Soldat, dessen Verweigerung von der US-Army bereits abgelehnt wurde und der trotzdem nicht in die Illegalität flüchten will, sagt gegenüber Frontal21: "Ich bin bereit, die Konsequenzen zu ziehen, wenn ich mich weigere, diesen Krieg zu unterstützen oder irgendeinen Krieg." Er fügt hinzu: "Die Konsequenzen wären vermutlich eine Gefängnisstrafe und eine unehrenhafte Entlassung."




Darell Anderson



Zeuge von Kriegsverbrechen
Von einer Gefängnisstrafe trennen Darell Anderson nur die Niagara-Fälle. Er ist aus einer US-Kaserne in Deutschland Richtung Kanada geflohen, schon während des Vietnam-Kriegs das Ziel vieler Kriegsdienstverweigerer. Darell Anderson war 2004 sieben Monate in Bagdad stationiert. Dort wurde er Zeuge von Kriegsverbrechen.

Frontal21 berichtet er: "Ein Soldat erzählte stolz, wie er und seine Leute Gefangene zu Tode geprügelt hatten." Er habe gedacht, diese Männer seien Monster. "Aber nachdem ich länger im Irak war und immer mehr Freunde von mir gestorben waren, merkte ich: Es ist Krieg, und es kommt zu Kriegsverbrechen." Weiter sagt er: "Es ist Krieg, und du tötest Menschen, du tust Dinge, von denen du geglaubt hast, dass du dazu nie fähig wärst."


Angst vor der Militärjustiz
Als Darell Anderson zu Weihnachten 2004 seine Mutter in Kentucky besucht, trifft er einen folgenschweren Entschluss. Der Berufssoldat wird zum Deserteur. Anderson flieht nach Kanada und beantragt Asyl - erfolglos. Er heiratet eine Kanadierin und hofft jetzt, nicht der US-Militärjustiz ausgeliefert zu werden.
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BeitragVerfasst am: 13.07.2006, 17:38 Antworten mit Zitat
Ismael
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jaja realität die arie weder lesen noch wahrhaben will...so krank ist er und gefangen in seiner kleinen paranoia welt
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BeitragVerfasst am: 13.07.2006, 17:55 Antworten mit Zitat
Aviva
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Jeder Krieg, egal wo auf dieser Welt verändert den Menschen.
Sicherlich gibt es auch Soldaten die Spaß daran haben, auf alles zu schießen was sich bewegt. Kriegsverbrechen natürlich mit eingeschlossen.

Ich drücke jedem Deserteur die Daumen.
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BeitragVerfasst am: 15.07.2006, 20:17 Antworten mit Zitat
Arie-Ben-Kanaan
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Mein Dad war auch ein Deserteur und zwar während des Vietnamkrieges, da floh er auch nach Kanada. Er wollte nicht für die Faschisten Johnson, Nixon und Kissinger, vietnamesische Kinder abschlachten.

Mein Dad war ein amerikanischer Patriot.
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BeitragVerfasst am: 15.07.2006, 20:18 Antworten mit Zitat
Arie-Ben-Kanaan
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Mal eine Frage an Ruediger?

Was sind für dich die Wehrmachtdeserteure?

Helden oder Vaterlandsverräter?
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BeitragVerfasst am: 15.07.2006, 20:27 Antworten mit Zitat
Ruediger
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Arie-Ben-Kanaan hat folgendes geschrieben:
Mal eine Frage an Ruediger?

Was sind für dich die Wehrmachtdeserteure?

Helden oder Vaterlandsverräter?


Ich habe den Zivildienst gemacht.

Ich bin ein deutscher Patriot.
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BeitragVerfasst am: 15.07.2006, 20:36 Antworten mit Zitat
Arie-Ben-Kanaan
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Ruediger hat folgendes geschrieben:


Ich habe den Zivildienst gemacht.

Ich bin ein deutscher Patriot.


Das ist keine Antwort auf meine Frage.
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BeitragVerfasst am: 15.07.2006, 20:37 Antworten mit Zitat
Ruediger
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Arie-Ben-Kanaan hat folgendes geschrieben:
Ruediger hat folgendes geschrieben:


Ich habe den Zivildienst gemacht.

Ich bin ein deutscher Patriot.


Das ist keine Antwort auf meine Frage.


Und wie sie das ist. Denk mal ein wenig zweigleisig und nicht so eingleisig.
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BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 08:55 Antworten mit Zitat
steve111
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wehrmachtsdeserteure sind helden.diese menschen werden leider zuwenig gewürdigt.leider.
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BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 22:39 Antworten mit Zitat
störtebeker
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Vorsicht mit einem pauschalen Begriff "Helden"! Sie sind aus den verschiedensten Gründen desertiert: Liebe, Furcht, Verantwortungsbewusstsein, Zufälle, Moral...... Das alles hat ziemlich wenig mit "Helden" zu tun, vielmehr mit Zivilcourage. Die Deserteure der Wehrmacht haben für sich persönlich eine gänzlich private - und nebenbei meist risikoreiche - Entscheidung getroffen (die ich im Falle der Wehrmacht dann achte, wenn diese aus ehrenhaften Motiven getroffen wurde). "Helden" waren eher die, die Widerstand zum Nutzen Anderer geleistet haben. Das gab es auch innerhalb der Wehrmacht.
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BeitragVerfasst am: 19.11.2007, 02:25 Antworten mit Zitat
steve111
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ja,würde ich nach längerem überlegen auch so sehen.aber,ist schade,ihnen haftet noch immer der makel von feigheit und verletzung von pflichten an.leider.ich glaube das ist in deutschland noch nicht so stark ins bewustsein gerückt,das diese männer auch sehr viel mut und charakter hatten und haben.
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BeitragVerfasst am: 19.11.2007, 21:59 Antworten mit Zitat
Michael
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störtebeker hat folgendes geschrieben:
Vorsicht mit einem pauschalen Begriff "Helden"! Sie sind aus den verschiedensten Gründen desertiert: Liebe, Furcht, Verantwortungsbewusstsein, Zufälle, Moral...... Das alles hat ziemlich wenig mit "Helden" zu tun, vielmehr mit Zivilcourage. Die Deserteure der Wehrmacht haben für sich persönlich eine gänzlich private - und nebenbei meist risikoreiche - Entscheidung getroffen (die ich im Falle der Wehrmacht dann achte, wenn diese aus ehrenhaften Motiven getroffen wurde). "Helden" waren eher die, die Widerstand zum Nutzen Anderer geleistet haben. Das gab es auch innerhalb der Wehrmacht.


Zivilcourage und Risiko. Warum sollte man das nicht als Heldentum sehen ?

Wer als Zivilist tötet ist ein Mörder. Im Krieg wenn Soldaten töten sind es Helden. Oder wozu gab es sonst die Auszeichnungen, Orden ?

Aber wer als Wehrmachtsdeserteur erwischt wurde und zu Zuchthaus verurteilt oder hingerichtet wurde, unter dieser Risikobereitschaft einer verbrecherischen Macht den Dienst versagte, der dürfte nicht als Held gesehen werden ?

Im Feuilleton von Deutschlandradio steht ein Kommentar zu einem Buch namens "Steilküste", ein Roman, der von Deserteuren handelt. Die Überschrift dieses Artikels:

"Belletristisches Ehrenmal für die Deserteure"

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/376905/

Ein Ehrenmal, wie es darin heißt, für "jene wahren Helden, für jene 16.000 während des Krieges hingerichteten deutschen Deserteure."
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BeitragVerfasst am: 23.11.2007, 23:28 Antworten mit Zitat
Eumelchen
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Wenn aber jemand, wie Störtebeker in seinen Beispielen zeigt, aus Liebe desertiert, braucht er zwar Mut dazu ist aber nicht unbedingt ein Nationalheld deswegen. Es geht um das Pauschale.
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BeitragVerfasst am: 26.11.2007, 20:14 Antworten mit Zitat
Michael
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Anmeldungsdatum: 20.08.2007
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Aber für die große Liebe ist er ein Held Mr. Green.

Man sollte vielleicht nicht alles auf die Goldwaage legen und peinlichst genau political corectness achten. Bei der Mehrheit dürfte es sich um Nationalhelden halten.
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Deserteure in der US-Armee
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