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| Anmeldungsdatum: 22.10.2005 |
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Die Organisatoren der 1.-August-Feier auf dem Rütli befürchten dieses Jahr keinen Grossaufmarsch von Rechtsextremen. Ein paar Dutzend Neonazis dürften allerdings die Kontrollen passieren.
Dies bestätigte Koordinator Herbert Ammann in einem «Blick»-Artikel. Nach den Störaktionen in den Vorjahren sollen Rechtsextreme dieses Jahr am 1. August, wie berichtet, mit einem Kontrollsystem vom Rütli ferngehalten werden. Der Zutritt ist nur mit einem Ticket möglich, das im Vorfeld gratis gegen Angabe der Personalien bei der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) bezogen werden kann.
Nach der Intervention von Datenschützern werden die Ticket-Interessenten zwar nicht polizeilich überprüft, dennoch rechnen die Organisatoren nicht damit, dass Rechtsextreme massenhaft in den Besitz von Tickets gelagen. «Wir laden nur Leute ein, die wir an der Feier haben wollen», sagte SGG-Geschäftsleiter Herbert Ammann.
Personalien überprüfen
Die SGG kontrolliert die Personalien ohne Rückgriff auf Datenbanken von Polizei oder Staatsschutz, wie Ammann versicherte. Allerdings werden die Personalien sämtlicher Festbesucher vor der Feier von der Polizei überprüft. «Ich rechne damit, dass maximal nur ein paar Dutzend Rechtsextreme die Kontrollen passieren und den Weg aufs Rütli schaffen», sagte Ammann. Es könnten aber auch weniger sein.
Der Festkoordinator erwartet insgesamt 1200 bis 1500 Besucher und zeigte sich zuversichtlich, dass diese «eine würdige und ungestörte Feier» erleben.
«Wir werden da sein»
Auf einschlägigen Internet-Seiten rufen Rechtsextreme zum Marsch aufs Rütli auf. «Entweder wir finden einen Weg oder wir machen einen! Wir werden da sein mit und ohne Ticket», heisst es etwa.
Die Polizei wollte keine Prognose abgeben zur erwarteten Anzahl Neonazis. «Wir müssen mit Personen rechnen, die einen Ausschluss nicht akzeptieren», sagte Richard Huwyler, Sprecher der Luzerner Kantonspolizei. Auch er zeigte sich aber überzeugt, dass die Feier dieses Jahr nicht im grösseren Ausmass gestört wird. (jep/ap)
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/647249.html |
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