| Hagbard |
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| Anmeldungsdatum: 08.03.2006 |
| Beiträge: 379 |
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Die Beschuldigung der Nation als solche ist wahrlich kein einfaches rhetorisches Mittel, sondern eine pauschale Verurteilung.
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Es ist und bleibt ein totum pro partem, was jeder versteht, außer dir, seltsam, oder? (Und im übrigen werden ich dieses totum pro partem weiterhin nutzen, aus Gründen der reinen Bequemlichkeit)
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Es geht um nichts anderes: "Die Nation macht sich schuldig wie die Deutschen im 3. Reich" lautet die Kernaussage. Ich habe das Recht, eine derartige Aussage entsprechend zu verurteilen und auf die Tatsache hinzuweisen, dass diese Form der Schuldabwälzerei auf Israel ein elementarer Bestandteil des sekundären Antisemitismus ist.
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Die Aussage "Die Nation macht sich schuldig wie die Deutschen im 3. Reich" ist in diesem Kontext nichts anderes, als wenn man "Die Deutschen im 3. Reich" durch irgendwen andere ersetzt.
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Natürlich können Juden sich schuldig machen, der Vergleich mit Nazideutschland ist jedoch eine ganz andere Sache und hat hier absolut nichts verloren.
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Wenns dir so sehr missfällt, okay.
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Hätte Israel alles niedergebombt, wäre ausser Schutt und Asche nichts mehr da. Es wäre für Israel kein Problem, den gesamten Libanon innerhalb weniger Stunden dem Erdboden gleich zu machen. Wahrscheinlich ist das dein Wunsch, um Deine völlig überzogene, radikale Kritik zu legitimieren.
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Steck jetzt mal bitte die Goldwaage weg. Meine Aussage war eine einfach zu verstehene Hyperbel dafür, dass Israel's Bombenangriffe etwas überzogen (und auch teils sehr unsinnig) waren.
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Ich habe nirgendwo abgestritten, dass die Gegenmaßnahmen Israels auf die letzten Angriffe folgten. Wenn ich fünfmal ins Gesicht geschlagen werde, schlage ich beim 6. Mal zurück, nicht um mich zu rächen, sondern damit die Schläge ein Ende haben.
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Ach, und da würde dann kein bisschen Rache mit reinspielen?
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Sicher, nur ist das hier nicht der Fall. Dein stures, vehemendes Bestehen auf Rache als Grund für den Krieg wahrzunehmen ist mindestens ein Indiz dafür, dass dieses antijüdische Klischee tief verinnerlicht ist. Fakten helfen in solchen Fällen nichts.
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Es ist kein in mir tief verankertes antijüdisches Klischee, sondern einfach meine Meinung, dass jeder Mensch irgendwann Vergeltung üben möchte. Dass du dies immer darauf beziehst, dass dies alles nur Antisemitismus ist, zeigt doch nur, dass man nach dir Juden anscheinend nicht wie jeden anderen Menschen behandeln darf, was äußerst schade ist.
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Das kaufe ich dir nicht mehr ab nach deinen Auslassungen.
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Musst du auch nicht, ist aber so. Auch wenn ich nicht verstehen kann, wo ich irgendwo Israel das Recht auf Verteidigung abgesprochen habe. Ich verurteile diesen Krieg lediglich, wie jeden anderen, denn Krieg ist und sollte niemals ein Weg sein. Dies ist einfach meine Meinung.
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Sich vernichten zu lassen ist sicher nicht der bessere Weg der Verteidigung.
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Da stimm ich dir zu, auch wenn ich nicht weiß, wie du jetzt wieder darauf kommst.
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Erzähl das den mordenden Terroristen und denen, die Menschenleben geflissentlich aufs Spiel setzen und Frauen, Kinder als Schutzschilde mißbrauchen, um einen erbärmlichen Krieg zu führen und Israels Abwehrmaßnahmen auf diese Art und Weise zu bekämpfen.
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Also ehrlich Robbi, von dir hätte ich doch mehr erwartet als so eine blöde Begründung. Nur weil die Hisbollah Menschen tötet und als Schutzschilde missbraucht gibt dies niemanden, und dann insbesondere auch Israel nicht, das Recht Menschen zu töten.
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Terroristen am Leben lassen - das sagt schon alles. Das wäre ein Nachgeben und würde die Terroristen bestätigen, mit dieser Methode sich durchsetzen zu können was sie zum weiteren Anwenden dieser Kriegsverbrechen motivieren würde.
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Natürlich wäre taktisch unklug, aber so intelligent sollte man heutzutage sein, dass man Mord immer und überall ablehnt.
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Das ist nicht einfachste Ethik, sondern weit an der Realität vorbeigeschossen.
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Doch, es ist einfachste Ethik. Jeder Mensch hat laut UN-Charta das Recht zu leben, es ist ein unabdingbares Menschenrecht, welches meiner Meinung nach (jetzt ganz persönlich) niemals verwirkt werden kann; trotzdem verstehe ich, dass dies in einem Krieg schlecht möglich ist, was aber kein Grund ist, es nicht zu kritisieren, oder (insbesondere da ich auch gegen Krieg bin)?
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Einer, der mörderische Terroristen am Leben lassen möchte, hat das gerade nötig.
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Wer bitte gibt mir das Recht, anderen ihr grundlegendstes zu nehmen?
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Wir leben nicht mehr in der Steinzeit.
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Stimmt, da gabs auch "Kriege". Es wäre trotzdem eine bessere Welt.
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Sicher, deswegen darf sich Israel auch nicht zur Wehr setzen...
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Natürlich darf sich Israel zu wehr setzen, was aber nichts daran ändert, dass Krieg für mich (!) kein Weg ist, und ich ihn so kritisieren muss.
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Ach nein? "dann lieber den Terroristen am Leben lassen"....
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Nein, bin nicht. Wer für das Recht auf Menschenleben und gegen Gewalt ist, der kann schlechterdings auf Seiten der Hisbollah sein, oder?
Jetzt mal was allgemeines, da ich denke, du verstehst einfach nicht, was ich schreibe. Natürlich hat Israel (eigentlich insbesondere Israel) das Recht sich zu verteidigen, wie jeder andere Staat auch. Das möchte ich Israel auch nicht absprechen. Ich sage nur, dass ich persönlich (!) Krieg absolut nicht als Mittel ansehen kann, da Gewalt einfach nicht akzeptabel ist. Dass ich durch meine Meinung Israel das Recht auf Verteidigung abspreche ist absurd, aber sie zwingt mich zu kritisieren, dass Israel Krieg führt und Gewalt, insbesondere gegen "Unschuldige" anwendet. Es ist nunmal ein eigentlich sehr simpler und geltender ethischer Grundsatz, dass man niemanden umbringen darf, oder?
Ein anderes Problem, welches ich hier sehe, ist, dass vielfach Äußerungen abgetan werden mit der Begründung, dies wären antisemitische Klischees. Gut, die stimmt ja auch, aber hat denn niemand mal daran gedacht, dass es passieren könnte, dass sich ein Jude oder gar die israelische Poltik genauso diesen Klischees irgendwann mal genügt? Nur weil es ein antisemitisches Klischee ist, dass Juden raffgierig sind, so kann man darauf doch nicht schließen, dass es keinen raffgierigen Juden gibt, oder? |
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