| Aviva |
| Site Admin |


|
 |
| Anmeldungsdatum: 22.10.2005 |
| Beiträge: 1824 |
| Wohnort: Berlin |
|
|
 |
 |
 |
|
Nach der Befreiung des KZ Dachau: US-Soldaten auf Waggon mit ermordeten Häftlingen (Foto: dpa)
Dass der von der iranischen Regierung angezweifelte Holocaust auf einer Konferenz in Teheran thematisiert werden soll, will eine Gruppe israelischer Überlebender der Nazi- Verfolgung zu einer Aufklärungsaktion nutzen. Das berichtet die israelische Tageszeitung "Jediot Achronot" unter Berufung auf ein Schreiben des Vorsitzenden des Dachverbandes der Holocaust-Überlebenden, Noah Flug, an den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad.
Demnach kündigte Flug die Teilnahme einer Delegation seiner Organisation an der umstrittenen Holocaust-Konferenz in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Außerdem empfahl er dem iranischen Präsidenten einen Besuch der Gedenkstätte Auschwitz.
"Wir können von ganz nah zeigen, wie dort die Vernichtungsmaschinerie der Nazis arbeitete und mehr als eine Millionen Menschen tötete, Juden und Nicht-Juden", zitiert die Zeitung Flug. "Wir fragen: Wie können Sie nicht wissen, was passiert ist? Oder wollen Sie vielleicht nicht wissen, was geschehen ist?"
Brief an Merkel
Ahmadinedschads Äußerungen, der Holocaust sei "ein Märchen", und seine Forderung, den jüdischen Staat etwa nach Europa zu verlegen, hatten im vergangenen Jahr weltweit für Empörung gesorgt.
In seinem bisher unveröffentlichten, im Juli an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gerichteten Brief hatte Ahmadinedschad abermals den Holocaust in Frage gestellt. Ahmadinedschad habe in dem am 19. Juli überbrachten Brief geäußert, der Holocaust sei möglicherweise nur erfunden worden, um Deutschland an seiner Entfaltung zu hindern, berichtete die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr.
Konferenz im Dezember
Es sei nicht besonders logisch, "dass bestimmte Siegerstaaten des Zweiten Weltkriegs einen Vorwand schaffen, um ein Volk in andauernder Bedrängnis zu halten", zitiert die Agentur aus Ahmadinedschads Brief. Außer Deutschland würden auch die Völker des Nahen Ostens und die gesamte Menschheit "unter der Instrumentalisierung des Holocausts leiden". Die Bundesregierung hatte Ahmadinedschads Schreiben bereits scharf kritisiert.
Die Holocaust-Konferenz war vom Iran bereits zwei Mal verschoben worden. Jetzt soll sie im Dezember nachgeholt werden. Danach sollen unter anderem Gründe für Antisemitismus in Europa und die Verbindung zwischen dem Holocaust und Zionismus untersucht werden. Beobachter erwarten, dass zu der Holocaust-Konferenz neben Wissenschaftlern und Islamgelehrten auch deutsche Neonazis nach Teheran eingeladen werden.
(N24.de, Netzeitung)
http://www.n24.de/politik/ausland/index.php/n2006083113022100002 |
|