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Diese beiden Feste liegen zwischen Yom Kippur und Chanukka.
Sukkot, Schemini Azeret und Simchat Torah
Wenn auch Sukkot genau wie Pessach und Schawuot ursprünglich ein bäuerliches Fest war1, spricht ihm die Bibel doch auch eindeutige historische Wurzeln zu: "Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen. Wer einheimisch ist in Israel, soll in Laubhütten wohnen, daß eure Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel habe in Hütten wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte" (3. Buch Mose 23,42-43).
Mit diesem Fest wird der vierzig Jahre andauernden Wanderung durch die Wüste2 gedacht, die die Israeliten erdulden mussten, bevor sie das verheißene Land erreichten.
Sukkot, Schemini Azeret und Simchat Tora werden oft als ein einziges Fest aufgefasst. In Wirklichkeit sind es verschiedene Feste, deren Besonderheit darin besteht, daß sie dicht aufeinanderfolgen. Sukkot ist ein siebentägiges Fest, dessen letzter Tag3 Hoschaana Rabba heißt. Schemini Azeret feiert man heute in Israel nur an einem Tag, doch in der Diaspora an zwei Tagen. In Israel wird Simchat Tora so gefeiert, als wäre es Teil des Festtages von Schemini Azeret. In der Diaspora ist Simchat Tora der zweite Tag des zweitägigen Festes von Schemini Azeret.
Das bedeutendste Symbol von Sukkot ist die sukka (eine Laubhütte, die die Unterkünfte simuliert, die sich die Juden in aller Eile während der Wanderung durch die Wüste bauten). Fromme Familien essen in der sukka und schlafen auch manchmal darin. Weitere wichtige Symbole des Festes sind die "vier Arten"5: der etrog (eine Zitrusfrucht)6, der lulaw (Palmwedel), die haäass (Myrte)7 und die arawa (Bachweide). Der Segen der vier Arten wird an jedem Festtag - außer am Sabbat - gesprochen. Zur Zeit des Tempels schwenkten die Gläubigen in dem Moment, in dem die Psalmen gesungen wurden, gleichzeitig ihre Palmwedel.
Der letzte Tag von Sukkot, Hoschaana Rabba, ist mit der Bitte um Regen verknüpft und gilt traditionell als der letzte Tag, an dem die Urteilssprüche von Jom Kippur noch verändert werden können. Hoschaana Rabba wird in der Synagoge mit dem Schlagen der Weidenzweige gefeiert.
Die Einhaltung von Schemini Azeret wird im 3. Buch Mose 23,36 ausdrücklich erwähnt: "Am achten Tag sollt ihr wieder eine heilige Versammlung halten ... keine Arbeit sollt ihr tun."
Simchat Tora ("Freude des Gesetzes" oder "Freude an der Thora") feiert den Abschluß der Lesung aller fünf Bücher Mose. Es findet eine außergewöhnliche Andacht statt, und jeder Gläubige (mit einigen Einschränkungen) erhält eine alija9. Die Sifre Tora (Thorarollen) werden in einer Prozession durch die Synagoge getragen, wobei gesungen und getanzt wird.[b] |
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