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| Anmeldungsdatum: 22.10.2005 |
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Für Frauen bedeutet die Diagnose Brustkrebs einen traumatischen Einschnitt in ihr Leben und ihre weibliche Identität. Ist keine Brust erhaltende Operation möglich, muss die Brust vollständig amputiert werden. An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wurde jetzt erstmals eine Brustrekonstruktion mit körpereigenem Gewebe anstelle von künstlichen Implantaten durchgeführt.
Ist, je nach Tumorart, Ausdehnung und Lokalisation des Tumors keine Erhaltung der Brust möglich, muss diese bei Brustkrebs vollständig entfernt werden. Wurden bisher Implantate eingesetzt, um die ursprüngliche Brustform wiederherzustellen, wandte die Abteilung Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie an der MHH erstmals bei einer Patientin die so genannte DIEP-Flap-Methode („Deep-Inferior-Epigastric-Perforator“-Lappen“, eine verfeinerte mikrochirurgische Technik an. Diese Methode ermöglicht eine Brustrekonstruktion mit körpereigenem Gewebe.
Bei der Operation wird die Brust nur mit Haut- und Fettgewebe der vorderen Bauchwand aufgebaut – der Bauchmuskel bleibt dabei vollständig erhalten und wird nicht beeinträchtigt. Das Gleiche gilt für den Fall, dass Gewebe aus dem Gesäß entnommen werden muss. Das muskelfreie Transplantat wird mit den versorgenden Blutgefäßen gehoben, von der ursprünglichen Blutversorgung abgetrennt und wieder an die Brustwandarterie angeschlossen. Schließlich wird aus dem Transplantat eine Brust geformt.
Die DIEP-Flap-Methode bietet eine Reihe von Vorteilen: Die Operation kann gleichzeitig mit der Entfernung des Brusttumors durchgeführt werden. Weil Eigengewebe verwandt wird, ist die Komplikationsrate sehr gering. Langzeitkomplikationen, wie sie Silikonimplantate verursachen können, gibt es nicht. Da das Gewebe annähernd die gleiche Konsistenz wie Brustdrüsengewebe besitzt, haben die Frauen kein Fremdkörpergefühl. Die Brustform ist natürlich und altert mit.
onmeda |
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