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Aviva-Forum » Gedichte » Schiller
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Schiller
BeitragVerfasst am: 12.03.2007, 10:05 Antworten mit Zitat
Makka-Bär
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Anmeldungsdatum: 19.10.2006
Beiträge: 243




Schiller ist witzig und außerdem höre ich gerade "Kabale und Liebe", wem das etwas sagt.

Hier aber mal ein Gedicht über rationalistische Theologie:

"SPINOZA

Hier liegt ein Eichbaum umgerissen,
Sein Wipfel tät die Wolken küssen,
Er liegt am Grund - warum?
Die Bauren hatten, hör ich reden,
Sein schönes Holz zum Baun vonnöten
Und rissen ihn deswegen um."


Schön auch:

"AN DIE SONNE

Preis dir, die du dorten heraufstrahlst, Tochter des Himmels!
Preis dem lieblichen Glanz
Deines Lächelns, der alles begrüßet und alles erfreuet!
Trüb in Schauern und Nacht
Stand begraben die prächtige Schöpfung: tot war die Schönheit
Lang dem lechzenden Blick;
Aber liebevoll stiegst du früh aus dem rosigen Schoße
Deiner Wolken empor,
Wecktest uns auf die Morgenröte; und freundlich
Schimmert' diese herfür
Über die Berg und verkündete deine süße Hervorkunft.
Schnell begann nun das Graun
Sich zu wälzen dahin in ungeheuern Gebürgen.
Dann erschienest du selbst,
Herrliche du, und verschwunden waren die neblichte Riesen!
Ach! wie Liebende nun,
Lange getrennt, liebäugelt der Himmel zur Erden, und diese
Lächelt zum Liebling empor;
Und es küssen die Wolken am Saume der Höhe die Hügel;
Süßer atmet die Luft;
Alle Fluren baden in deines Angesichts Abglanz
Sich, und es wirbelt der Chor
Des Gevögels aus der vergoldeten Grüne der Wälder
Freudenlieder hinauf;
Alle Wesen taumeln wie am Busen der Wonne:
Selig die ganze Natur!
Und dies alles, o Sonn! entquoll deiner himmlischen Liebe.
Vater der Heilgen, vergib,
O vergib mir, daß ich auf mein Angesicht falle
Und anbete dein Werk! -
Aber nun schwebet sie fort im Zug der Purpurgewölke
Über der Könige Reich,
Über die unabsehbarn Wasser, über das Weltall:
Unter ihr werden zu Staub
Alle Thronen, Moder die himmelaufschimmernden Städte;
Ach! die Erde ist selbst
Grabeshügel geworden. Sie aber bleibt in der Höhe,
Lächelt der Mörderin Zeit
Und erfüllet ihr großes Geschäft, erleuchtet die Sphären.
O besuche noch lang,
Herrlichstes Fürbild der Edeln! mit mildem, freundlichem Blicke
Unsre Wohnung, bis einst
Vor dem Schelten des Ewigen sinken die Sterne
Und du selbsten erbleichst. "


Schillen fand ich schon immer gut!

Der Makka-Bär
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BeitragVerfasst am: 12.03.2007, 16:17 Antworten mit Zitat
Makka-Bär
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Anmeldungsdatum: 19.10.2006
Beiträge: 243




Mann! Der wäre in meinem Makka-Bärschen Single-Kibbuz vor einiger Zeit auch noch passend gewesen:


"NUR BARES IST WAHRES

Ochsenwirt Schillers wildes Leben in Stuttgart kostet weit mehr Geld, als er als Regimentsmedikus verdient. Das zeigt schon seine Zeche beim "Ochsenwirt". Er will als einer der ersten Autoren allein vom Schreiben leben. Frei von Verpflichtungen. Erst zum Ende seines Lebens gelingt ihm das.

von Schade
Schillers Nachtleben hat seinen Preis. 50 Gulden leiht er sich von seinem Vorgesetzten, Hauptmann von Schade. Der vertraut ihm. Doch Schiller flieht aus Stuttgart, ohne zu zahlen.

Fricke
Die 150 Gulden für den Erstdruck "Die Räuber" muss er sich leihen. Die Korporalsgattin Fricke bürgt für ihn. Schiller denkt nicht daran, seine Schulden zu begleichen. Inzwischen ist er in Mannheim. Fricke gerät selbst in Geldnot. Sie flieht vor ihren Gläubigern dorthin und wird festgenommen.

Anton Hötzel
Fricke kommt erst frei, als Schillers Vater und sein Vermieter, der Malermeister Anton Hötzel, die Zeche zahlen. Schiller hatte als gelernter Mediziner Hötzels Sohn von einer schweren Krankheit geheilt.

Henriette von Wolzogen
In Bauerbach lässt er es sich gut gehen. Er isst regelmäßig im Gasthaus "Zum braunen Ross" und feiert Gelage. Seine Rechnungen lässt er anschreiben. Der Bauerbacher Geldverleiher Israel leiht Schiller ein paar Hundert Gulden. Schillers Gönnerin Henriette von Wolzogen bürgt für ihn, hält ihn aus und zahlt seine Schulden. Das Geld sieht sie nicht wieder. Schiller findet stets neue Ausreden.

Christian Gottfried Körner
Schillers Mäzen. Er sorgt dafür, dass Schiller von Göschen einen Vorschuss für seine Zeitschrift "Rheinische Thalia" bekommt. Damit kann Schiller seine Mannheimer Schulden begleichen und sich überhaupt die Reise nach Leipzig leisten. Körner bürgt auch für einen Kredit von 300 Gulden, den Schiller beim Geldverleiher Beit aufnimmt und zahlt ein Jahr lang seinen Unterhalt.

Kunze
Schiller will sich anlässlich der Patenschaft des ersten Kindes seines Freundes Körner neu einkleiden. Kunze soll ihm 50 Taler leihen."

http://www.kabale-und-liebe.de/bares.php


habe Durst


OI!
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Schiller
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