| störtebeker |
| angehender Stammuser |


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| Anmeldungsdatum: 30.03.2007 |
| Beiträge: 165 |
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wie sieht es den wirklich mit dem USA-Bild der Deutschen aus.
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Durchwachsen - vermutlich genauso durchwachsen, wie die Gesellschaft der USA ist.
Mein USA-Bild war ursprünglich - durch CARE-Pakete, Jazz und Rock ' Roll, toller Technik und wunderschönen Landschaftsbildern positiv geprägt. (Karl May habe ich nie gelesen, dafür Mark Twain, J.F.Cooper...) McCarthy und der Prozess um Oppenheimer waren allerdings weniger erfreulich. US-Literatur war angesagt: Hemingway, Miller... "Richtige" Amerikaner begegneten mir dann ab '66/'67 in Gestalt der US-Army - zur Zeit des Vietnam-Krieges und trübten das Bild erheblich ein: unzuverlässig, extrem undiszipliniert, jede Menge Drogen, massive Rassenprobleme, Unterstützung für Marcos, Salazar, Franco und Pattakos - auch nicht erfreulich aus europäischer / deutscher Sicht. Dann der erste Besuch in den USA und gleich am ersten Abend mitten drin in Georgetown - was für eine liebenswerte Gesellschaft! Dann Virginia, ebenso freundlich und offen, dann Florida mit vielen schönen US-Ladies und wilden Strandpartys, Kansas (Fort Leavenworth) - a bissl steif und förmlich. Am Ende NY: einfach nur umwerfend, tage- und naächtelang die Stadt durchstreift - auch in der 42. Strasse nicht angemacht worden. Später kam ich nach Texas, New Mexico, Colorado und wieder nach Fl. und NY.
Ja, die Gesellschaft ist nicht nur sehr durchwachsen, sondern in manchen Dingen sehr anders als Europa. Prediger, die erzählen, es sei Christenpflicht, immer mit einem Colt herumzulaufen, gehen mir auf den Keks. Die Lotsen der Tampa Bay waren ein großartiger Schlag. El Paso ist ein übles Nest und in Juarez hat man als Alemano schon gewonnen - gegenüber den "Gringos". Die Geologen in Denver waren europäischer und weltgewandter als die meisten anderen US-Bürger. Seit etlichen Jahren habe ich Dauerkontakt mit US-Juden - durchweg liberal (auch das "gute" Amerika). Mein Freund und Partner hier ist Opfer einer Latein-Amerikanischen Diktatur, für den ist die CIA der Teufel per se. Na und die Bush-Regierung hat extrem viel zu einer Negativ-Wahrnehmung der USA hierzulande beigetragen.
Es gibt wohl kaum ein eindeutiges Bild der USA in Deutschland. Einerseits sind die USA immer noch der beliebteste Auslandsstudienort, andererseits ...
Wen wundert's, wenn ein so vielfältiges Land so unterschiedliche Reaktionen hervorruft? |
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